Symbolum Athanasianum

Athanasisches Glaubensbekenntnis

Etwa um 500 nach Christus wurde von der katholischen Kirche das Symbolum Athanasium verfasst. Es formuliert das „Geheimnis“ der heiligen Dreifaltigkeit und die Menschwerdung Jesu.

Symbolum Athanasianum

Wer da selig werden will, der muss vor allem den katholischen Glauben festhalten. Jeder, der diesen nicht unversehrt und unverletzt bewahrt, wird ohne Zweifel ewig verloren gehen.

Symbolum AthanasianumDies aber ist der katholische Glaube: Wir verehren den einen Gott in der Dreifaltigkeit und die Dreifaltigkeit in der Einheit, ohne Vermischung der Personen und ohne Trennung der Wesenheit.

Denn eine andere ist die Person des Vaters, eine andere die des Sohnes; eine andere die des Heiligen Geistes. Aber der Vater und der Sohn und der Heilige Geist haben nur eine Gottheit, die gleiche Herrlichkeit, gleich ewige Majestät.

Wie der Vater ist, so ist der Sohn und so der Heilige Geist:

Ungeschaffen der Vater, ungeschaffen der Sohn, ungeschaffen der Heilige Geist.
Unermesslich der Vater, unermesslich der Sohn, unermesslich der Heilige Geist.
Ewig der Vater, ewig der Sohn, ewig der Heilige Geist.

Und doch sind es nicht drei Ewige, sondern ein Ewiger, wie es auch nicht drei Ungeschaffene oder drei Unermessliche sind, sondern ein Ungeschaffener und ein Unermesslicher.

Ebenso ist allmächtig der Vater, allmächtig der Sohn, allmächtig der Heilige Geist. Und doch sind es nicht drei Allmächtige, sondern ein Allmächtiger.

So ist der Vater Gott, der Sohn Gott, der Heilige Geist Gott. Und doch sind es nicht drei Götter, sondern ein Gott.

So ist der Vater Herr, der Sohn Herr, der Heilige Geist Herr. Und doch sind es nicht drei Herren, sondern ein Herr.

Denn wie uns die christliche Wahrheit zwingt, jede Person einzeln für sich als Gott und als Herrn zu bekennen, so verbietet uns der katholische Glaube, von drei Göttern oder Herren zu sprechen.

Der Vater ist von niemandem gemacht noch geschaffen noch gezeugt. Der Sohn ist vom Vater allein, nicht gemacht noch geschaffen, aber gezeugt. Der Heilige Geist ist vom Vater und vom Sohn, nicht gemacht noch geschaffen noch gezeugt, sondern hervorgehend.

Es ist also ein Vater, nicht drei Väter, ein Sohn, nicht drei Söhne, ein Heiliger Geist, nicht drei Heilige Geister.

Und in dieser Dreifaltigkeit ist nichts früher oder später, nichts größer oder kleiner, sondern alle drei Personen sind einander gleich ewig und gleichrangig, so dass in allem, wie bereits oben gesagt worden ist, die Dreifaltigkeit in der Einheit und die Einheit in der Dreifaltigkeit zu verehren ist.

Wer also selig werden will, soll diese Auffassung von der Dreifaltigkeit haben.

Aber zum ewigen Heil ist es [ferner] nötig, auch an die Fleischwerdung unseres Herrn Jesus Christus aufrichtig zu glauben.

Der richtige Glaube ist nun dieser: Wir glauben und bekennen, dass unser Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes, zugleich Gott und Mensch ist.

Gott ist er aus der Wesenheit des Vaters, vor den Zeiten gezeugt, und Mensch ist er aus der Wesenheit der Mutter, in der Zeit geboren.

Vollkommener Gott, vollkommener Mensch, bestehend aus einer vernünftigen Seele und menschlichem Fleisch. Dem Vater gleich der Gottheit nach, geringer als der Vater der Menschheit nach. Doch obwohl er Gott und Mensch ist, sind es nicht zwei, sondern ein Christus. Einer aber nicht dadurch, dass die Gottheit in Fleisch verwandelt worden wäre, sondern dadurch dass Gott die Menschheit angenommen hat. Er ist ganz und gar einer nicht durch eine Vermischung der Wesenheit, sondern durch die Einheit der Person.

Denn wie vernünftige Seele und Fleisch einen Menschen ergeben, so ergeben Gott und Mensch einen Christus, der gelitten hat um unseres Heils willen, herabgestiegen ist zur Unterwelt, auferstanden ist von den Toten, aufgestiegen ist zum Himmel, sich gesetzt hat zur Rechten des Vaters, von wo er kommen wird, um Lebende und Tote zu richten.

Bei seiner Ankunft werden alle Menschen mit ihren Leibern auferstehen und über ihre Taten Rechenschaft ablegen. Und die Gutes getan haben, werden ins ewige Leben eingehen, die Böses [getan haben], in das ewige Feuer.

Dies ist der katholische Glaube. Jeder, der ihn nicht aufrichtig und fest glaubt, kann nicht selig werden.

(Text lt. Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche)

Die Irrtümer

Mir drängen sich beim Lesen dieser Formulierungen diverse Fragen auf und ich stelle verschiedene Widersprüche zur Bibel fest.

  1. Wenn der Sohn gleich ewig ist wie der Vater, warum ist er dann der Sohn?
  2. Wie kann eine Person aus zwei anderen „hervor gehen“, wenn alle gleich ewig sind?
  3. Jesus hat nicht die Göttlichkeit abgelegt, sondern die Menschheit angezogen?
  4. Wie kann Gott sterben, wenn er das ewige Leben ist?

Lieber Leser, du wirst selbst entscheiden müssen, ob du Gott glaubst oder den Erfindern dieses Dogmas, das als Geheimnis gehandelt wird, aber den eindeutigen Aussagen der Bibel  widerspricht und dazu jeden vernünftigen Verstand beleidigt.

Faktische, bzw. biblische Aussagen

  1. Ein Sohn kommt immer nach dem Vater, sonst könnte er vielleicht Bruder sein, aber nicht Sohn.
  2. Der Geist Gottes ist keine eigene Person, sondern gehört zu Gott wie der Geist des Menschen zu einem Menschen gehört.  (1. Kor 2,11)
  3. Das Wort wurde Mensch, indem es sehr wohl die Göttlichkeit ablegte (Phil 2,6f)
  4. Hätte Jesus seine vom Vater geerbte Gottheit nicht abgelegt, hätte er nicht sterben können. Ewiges Leben kann nicht sterben, das wäre ein Widerspruch in sich.

Soweit die Abhandlung in aller Kürze. Ich denke, dass viele Worte nicht viel bringen würden. Jeder muß selbst entscheiden, ob er glaubt, was Gott durch SEINEN Sohn, durch Propheten und Apostel in der Bibel sagt oder ob er glaubt, was eine abgefallene Kirche als Dogma vorgibt (vgl. Jos 24,15):

Ist es aber übel in euren Augen, dem HERRN zu dienen, dann erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: entweder den Göttern, denen eure Väter gedient haben, als sie ‹noch› jenseits des Stroms waren, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt! Ich aber und mein Haus, wir wollen dem HERRN dienen!


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2 Gedanken zu „Symbolum Athanasianum

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