Musik

Musik und Band

Gleich nach meiner Geburt fing ich an zu singen. Als Instrument beherrschte ich Darmflöte. Na ja, das erste „richtige“ Instrument war eine Melodica. Ein Klavier hätte wohl unser 10 m² Wohnzimmer gesprengt. Ungefähr mit 14 lernte ich dann Klarinette und spielte in einem Blasmusikverein mit. Natürlich lernte ich dort Noten lesen, was mir später sehr zugute kam. Leider hatte ich dann ab 19 oder 20 keinen Bock zu gar nichts außer Flausen im Kopf, Sex und Drogen. Wenn ich Pink Floyd, Jeanne Michel Jarre oder Tangerine Dream hörte, träumte ich immer davon, Synthesizer zu spielen. Aber wäre ich viele Jahre später nicht gläubig geworden, wäre das sicher nur ein Traum geblieben.

1997 meldete mich meine Frau Sylvia zum Keyboard- und Klavier-Unterricht an. Mein Lehrer war Zdenek Spacek. Ich übte jeden Tag 2 Stunden und kam lt. Zdenek besser voran als viele andere. Ein knappes halbes Jahr später, ich beherrschte die wichtigsten Akkorde, gründete ich mit ein paar Jugendlichen aus unserer ev. Freikirche eine Lobpreisband. Mit Zdenek arbeiten wir Arrangements aus und spielten dann im Gottesdienst.

Im Frühjahr 2001 gründeten wir die Band „No Bock For Hell“ und tourten durch die Kneipen und Kurhäuser Oberschwabens und Unterallgäu, um das Evangelium in musikalischer Form „an den Mann“ zu bringen. Nach einem dieser Auftritte wurde ich
gefragt, ob wir denn nicht den Mut hätten, eigene Songs zu schreiben. Das hatte ich noch nie überlegt, ich war doch kein Komponist. Aber da fing ich an zu beten, Gott, du weißt, ich
bin kein Komponist, aber dir ist doch nichts unmöglich. Kaum glaubt man es, schon war der erste Blues geschrieben – Ein schöner Tag. Es handelte sich um meine Bekehrung. So entstanden nach und nach einige Songs. Ein junges Mädchen, Sabrina Ferone, sie war damals 15, brachte mir damals Texte zu mehreren Songs, z.B. Jesus ist die Antwort.

MusikOk, es hatten sich dann bis 2003 ungefähr 17 Songs angesammelt, nun kam die Idee, man könnte doch eine eigene CD machen. Gesagt, getan. Zuerst war geplant, nach der Vorbereitungszeit nach Tschechien zu fahren und im Studio von Zdenek’s Bekanntem alles aufzunehmen. Aber es ergab sich, dass mein Heimstudio nach und nach dicker wurde (ich verdiente als Programmierer ganz gut) und so machten wir schließlich alles
selbst. Nein, nicht alles, das Mastering wollte ich nicht mehr machen, wir hatten zu lange an den Songs gearbeitet und ich hätte nicht mehr gewußt, was jetzt gut oder schlecht ist.

Die erste CD war also gepresst, dann leistete ich mir noch eine fette DAW und kurz darauf beschloß ich, ein eigenes Label zu gründen. Dummerweise hatte ich „The Answer“ mit einem fremden Label versehen, so brauchte ich eine zweite Pressung. Die vergangenen Monate wurden die Nachrichten mit Krieg, Terror und Tsunami überflutet – es entstand Help!


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