Dreieinigkeit – ja – nein

Diskussionen zur Dreieinigkeit

Zur Zeit wird überall kontrovers über geistliche Themen diskutiert. Am 17. Januar habe ich eine Nachricht zum Thema Dreieinigkeit via Kontaktformular erhalten.
Zunächst die Nachricht – den Namen des Absenders möchte ich nicht öffentlich machen.

Lieber Herr Gut,
Zu welcher Glaubensgemeinschaft gehören Sie eigentlich ? Das wird aus Ihrer Homepage nicht deutlich. Leben Sie das Hauskirchenmodell (frei nach dem Motto: Die Kirche – das bin ich und drei Leute um mich herum)? Ich las den Beitrag „Jesus – der Vater?“ und stellte fest, dass Sie die christliche Trinitätslehre gar nicht verstanden haben. Nach christlicher Lehre ist Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der Vater ist nicht der Sohn und auch nicht der Heilige Geist, aber Gott. Der Sohn ist nicht der Vater und der Heilige Geist, aber Gott. Der Heilige Geist ist nicht der Vater und der Sohn, aber Gott. Der Name Gottes ist Jahwe. Zur Verdeutlichung dieser Aussage nehmen wir die Zeit. Die Zeit setzt sich zusammen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht die Gegenwart und die Zukunft, aber Zeit. Die Gegenwart ist nicht die Vergangenheit und die Zukunft, aber Zeit. Die Zukunft ist nicht die Vergangenheit und nicht die Gegenwart, aber Zeit. Es gibt nur EINE Zeit, aber drei Zeitstufen.Es gibt nur EINEN Gott, aber drei göttliche Personen. Gott der Vater ist nicht für uns gestorben, sondern Gott, der Sohn. Was bedeutet Tod? Tod bedeutet, dass die Kommunikation aufhört.Als Jesus starb, hörte die innergöttliche Kommunikation auf, die durch die Annahme des Sühneopfers und Jesu Auferstehung wiederhergestellt wurde.
Die Trinitätslehre hat NIE besagt, dass Gott, der Vater, für uns gestorben ist. Wie Heriberet Mühlen in seinem Buch „Der Heilige Geist als Person“ so schön erklärt: Gott, der Vater, ist der ursprungslose Ursprung, Gott, der Sohn, ist der gezeugte Ursprung und Gott, der Heilige Geist ist der gehauchte Ursprung. Gott, der Vater ist der Heilige und Ewige, der aus sich selbst existierende, den niemand sehen und mit dem niemand in Verbindung treten kann. Damit Gott mit uns in Verbindung treten kann, muss Er aus sich heraustreten und gleichzeitig in sich selber bleiben. In Jesus tritt Gott aus sich heraus und wird Mensch. Er wird Gott zum Anfassen. Da Gott als Mensch nicht in jedem Menschen wohnen kann, tritt Er als Gott, der Heilige Geist aus sich heraus, um in jedem Gläubigen zu wohnen.

Gott in Seiner ganzen Fülle erkennen wir NUR in der Dreieinigkeit. Deswegen ist diese Lehre konstitutiv für das Christentum. Wenn Sie also nicht an diese christliche Lehre glauben können oder wollen, dann sind Sie kein Christ.

Bevor Sie Texte zur Trinität ins Internet stellen, sollten Sie sich gründlich mit christlicher Dogmatik beschäftigen. Dann kämen Sie NIE auf den Gedanken, dass die Christen lehren, Jesus sei Gott, der Vater.

Mit freundlichen Grüßen, H. H.

Dreieinigkeit – Bibel

Shabbat Shalom.
Mit dieser Mail möchte ich auf Ihre Nachricht eingehen.

Dreieinigkeit - BibelDa ich am 3.9.91 von Neuem geboren wurde, gehöre ich zum weltweiten Leib Christi, nicht zu einer Glaubensgemeinschaft, wiewohl ich einer solchen ebenfalls angehöre. Aber es ist nicht wichtig zu erwähnen, welche das ist. Im Gegenteil, dadurch entstehen nur Spaltungen (1. Kor 1,12)

Zum Trinitätsdogma. Sie sollten anderen nicht unterstellen, etwas nicht verstanden zu haben, nur weil Sie von jemandem einen Text gelesen haben. Es könnte nämlich sein, dass Sie den gelesenen Text oder die Bibel nicht verstanden haben.

Nach christlicher Lehre? Meinen Sie damit nach kirchlicher Lehre? Sehen Sie, mir ist es vollkommen egal, was Kirchen oder christliche Theologen lehren, für mich zählt nur, was Gott selbst durch die Bibel lehrt. Und mit Bibel meine ich nicht nur eine, durch Theologen gefärbte Übersetzung, sondern ich vergleiche mehr als 15 verschiedene Übersetzungen und nehme für mein Schriftstudium auch den griechischen Text zu Rate. Desweiteren hinterfrage ich alle Dogmen und prüfe sie an der Schrift. Selbst die Apostel ließen sich durch Gläubige hinterfragen und anhand der Schriften prüfen (ApG 17,11). Nur die sog. Kirchenväter und heutige Theologen sind so überheblich und halten ihre Meinung für das Maß aller Dinge.

Christliche Theologen habe noch nicht mal verstanden, was der heilige Geist ist, obwohl Schaul ihn in 1. Kor 2,11 mehr als deutlich erklärt. Er stellt den Geist Gottes analog zum Geist des Menschen. Wäre er also eine Person, müsste der Geist des Menschen auch eine Person sein. Aber um das zu verstehen, muß man sich erst einmal auf JHWH allein verlassen, anstatt auf selbstherrliche Menschen, die andere Irrlehrer nennen, obwohl sie selber keine Erkenntnis haben. Das nur als Beispiel.

Bevor Sie unwahre Behauptungen und entsprechende Ratschläge weiter geben, sollten Sie sich selbst erst mal gründlich informieren. Es gibt nämlich sehr wohl Menschen, die lehren, dass Jeschua der Vater sei, der auf die Welt gekommen sei, um dann am Kreuz für uns zu sterben.

Aufgrund der Gnade, die Gott mir gegeben hat, warne ich jeden Einzelnen von euch: Denkt nicht höher von euch, als es angemessen ist, und seid besonnen! Maßstab dafür ist der Glaube, von dem Gott jedem ein bestimmtes Maß zugeteilt hat. (Rö 12,3)


Gott in der Dreieinigkeit

2 Gedanken zu „Dreieinigkeit – ja – nein

  1. Lieber Herr Best!

    Ja, dieses Argument hört man immer wieder: „Ich halte nichts von den Lehren der Theologen und Kirchenmänner. Ich bilde mir selber eine Meinung durch das Lesen der Bibel! Ich lasse nur die Bibel sprechen!“ Manche Christen, die so argumentieren, sind nach meiner Erfahrung häufig für gutgemeinte Argumente und Korrektur nicht mehr offen, weil sie es ja besser wissen. Sie vergessen dabei, dass sie selber die Bibel häufig auch nur subjektiv lesen und auslegen – einem Grundsatz, dem jeder Bibelleser mehr oder weniger unterworfen ist – und machen ihre Meinung zum absoluten Maßstab. Dabei sind sie auch nicht besser wie die Leute, die sie kritisieren. (Gerade darum haben wir heute so viele verschiedenen Lehren, Irrlehrer und Spinner.)

    Zudem vergessen sie, dass nicht jeder Gläubige die Gabe des Lehrens hat. Auch nicht jeder Gläubige ist ein Hirte, nicht jeder hat eine soziale Gabe und nicht jeder hat die Gabe der Geistunterscheidung. Das Zusammenspiel im Leib Christi ist so geregelt, dass die Glieder voneinander abhängig sind. Warum sollten wir dann nicht auf die von Gott eingesetzten und bestätigten Hirten und Lehrer hören (Eph 4,11), die diese Gabe hatten und haben. Warum sollen wir ihnen nach einer gewissenhaften Prüfung, die durchaus nötig ist, nicht auch glauben? Ich spreche nicht von blindem Gehorsam, sondern von der Unterordnung unter die von Gott in der Gemeinde eingesetzten Autoritäten. Dazu zählen auch unsere Vorfahren.

    Wir erleben heute einen Dammbruch, wie es ihn noch nie gab. Biblische Wahrheiten, die von den Kirchenvätern, Reformatoren und Pietisten in großen Kämpfen und mit vergossenem Blut aus der Bibel herausgearbeitet wurden, werden heute größtenteils über Bord geworfen. Die Kirchengeschichte wird heute für ungültig erklärt und man bildet sich in seinem Hochmut ein, alles besser zu wissen als die die Kirchenväter (siehe Emerging Church und Liberale Theologie). Dabei sind wir nichts anderes als Laodizea, dass sich seines Reichtums rühmt, obwohl gar keiner vorhanden ist. Gut, die Kirchenväter waren auch nur fehlbare Menschen, die sich auch geirrt haben, manchmal sogar wesentlich. Deswegen brauchen wir aber nicht gleich alles zu verwerfen, was sie gesagt haben.

    (Die Lehre von der Dreieinigkeit ist nur eines von vielen Beispielen, wie eine Lehre, die mühsam erarbeitet wurde, mit einem Schlag vom Tisch gewischt wird. Ich habe bis heute noch nicht begriffen, warum diese Lehre so schlimm sein soll, wenn man glaubt das Gott einer ist, der aus drei Personen besteht. Im Übrigen besteht ein Mensch auch aus drei Komponenten (Geist, Seele und Körper).)

    Stattdessen tauchen die alten Irrlehren, die es schon von Anbeginn der Kirche gab, in großen Massen wieder auf, weil die richtige Lehre nicht mehr da ist. Es herrscht ein absolutes Chaos, weil es eben keine klaren theologischen Richtlinien mehr gibt.

    Ich werde mich weiterhin an einen Luther, Calvin, Spurgeon oder Hudson Taylor halten. Ich werde weiterhin aus dem Schatz der Kirchengeschichte Reichtümer heben, den uns die vorhergehenden Generationen hinterlassen haben, wenngleich ich auch dabei prüfe. Es ist ungeheuer spannend, sich mit den Personen und Geschichten der vorhergehenden Generationen zu befassen. Wir können von ihren Siegen profitieren und von ihren Niederlagen lernen.

    Ein guter Link zum Verständnis der Kirchengeschichte:
    der Link wurde entfernt. Ich empfehle, Gottes Wort zu studieren.

    Und noch eine Anmerkung: In meiner Bibel, die im griechischen Urtext verfasst wurde, steht nichts von einem Yeshua! Auch nichts von einem Schaul. In meiner Bibel steht Iisoús Christós (Jesus Christus). Und es steht dort Paûlos (Paulus). Ich bin kein Jude, darum feiere ich keinen Shabbat und ich brauche auch kein Shalom. Ein einfaches Hallo genügt mir ;-). Warum muss heute alles verjüdischt werden? Haben wir Christen aus den Nationen keine eigene Identität? Macht einen diese hebräische Sprache geistlicher? Diese Entwicklung bereitet mir echt Bauchschmerzen!

    Nicht persönlich nehmen, ist nur meine Meinung :-)!

    1. Mit Verlaub – die Besserwisser seid schon ihr, die ihr euch über Gottes Wort stellt. So wie früher die Juden (Pharisäer) ihr eigenes Süppchen dazu gekocht haben, so stellt ihr eure Dogmen höher als das Wort des ewigen Gottes.

      Wo steht bitte, dass wir etwas mühsam zu erarbeiten hätten? Der Einzige, der Mühe hatte und hat, ist der ewige Gott, der SEINEN Sohn wegen unserer Widerspenstigkeit geopfert hat. Ich las gerade die Chroniken. Und xxx tat, was Gott missfiel. YYY folgte in allem den Sünden der Väter…

      Was hatten die Leute schlimmes getan? Hatten sie nicht Gott die Ehre gegeben? Sie hatten sich „mühsam“ Höhenheiligtümer erstellt und Gott dort geopfert. Doch dann musste gelegentlich einer kommen und „mit einem Schlag“ alles nieder reissen.

      Es stimmt, das NT ist griechisch verfasst. Nichtsdestotrotz war Jesus Jude und hieß in seiner Sprache Jeschua. Und weil bei der Katholisierung Gottes Wort entjudaisiert wurde, biblische Feste geändert, usw., deshalb heiße ich den, der sein Blut für mich vergoss, ganz absichtlich Jeschua.

      Das Heil kommt aus den Juden und Gottes Sohn ist Jude, auch wenn dir das Bauchschmerzen bereitet. Ist ebenfalls nicht persönlich gemeint 😉

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